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Pflegestützpunkte beraten auch bei Demenz und finanziellen Leistungen der Pflegeversicherung

 

Mit der Einführung des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes erhielten seit 2013 demenzkranke Menschen, die zu Hause leben, bessere Leistungen. Diese Leistungen erhöhten sich ab dem 01.01.2015.

 

So erhalten Demenzkranke die noch keine Pflegestufe haben ein Pflegegeld von monatlich 123 Euro oder Pflegesachleistung von monatlich max. 231 Euro. Ab . Voraussetzung: es wurde ein erheblicher allgemeiner Betreuungsaufwand* nach § 45b anerkannt (hierzu setzen Sie sich mit Ihrer Pflegekasse in Verbindung). *Die bisher gezahlten 100 - 200 Euro erhöhten sich  ab 2015 auf 104 Euro bzw. 208 Euro.

 

Bei vorliegen der Pflegestufe I oder II erhielt dieser Personenkreis außerdem seit 2013 und ab 2015:

 

                             Pflegesachleistung/monatlich                         Pflegegeld/monatlich

 

Pflegestufe I        665 Euro   ab 2015   689 Euro                                 305 Euro   ab 2015 316 Euro

 

Pflegestufe II   1.250 Euro    ab 2015 1.298 Euro                                 525 Euro  ab 2015 545 Euro

 

Pflegestufe III  1.550 Euro    ab 2015 1.612 Euro                                 700 Euro  ab 2015 728 Euro  

 

Für alle Pflegestufen (0 bis III) gibt es die Verhinderungspflegeleistung (bei Urlaub, Kur oder sonstiger Verhinderung der Pflegeperson) von 1.612 Euro / Jahr. Diese . Auch werden jetzt Zuschüsse für genehmigte Wohnraumanpassungen von bis zu 4.000 Euro je Maßnahme und technische Pflegehilfsmittel bezahlt. Leben mehrere Anspruchsberechtigte zusammen erhöht sich der Betrag auf bis zu 16.000 Euro.

Um die genannten Leistungen zu erhalten, müssen Sie einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse stellen. Diesewird danneine Überprüfung durch den MDK veranlassen. Dieser bewertet danndie Situation.


 13  Kriterien für eingeschränkte Alltagskompetenz*

1.   Unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereichs (Weglauftendenz)

2.   Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen

3.   Unsachgemäßer Umgang mit gefährdenden Gegenständen oder potenziell

      gefährdenden Substanzen

4.   Tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation

5.   Einer Situation unangemessenes Verhalten

6.   Unfähigkeit, die eigenen körperlichen oder seelischen Gefühle oder

      Bedürfnisse wahrzunehmen

7.   Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder

      schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression oder

      Angststörung

8.   Störung der höheren Hirnfunktionen (Beeinträchtigung des Gedächtnisses,

      herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen bei der Bewältigung von

      sozialen Alltagsleistungen geführt haben

9.   Störung des Tag-Nacht-Rhythmus

10. Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren

11. Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in

      Alltagssituationen

12. Ausgeprägtes labiles und unkontrolliert emotionales Verhalten

13. Zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder

      Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression          

 

In der Regel müssen für die Pflegestufe 0 Störungen bei mind. zwei der genannten Kriterien auftreten. Kommt mind. noch ein weiteres Kriterium hinzu, liegt eine im erhöhtem Maße eingeschränkte Alltagskompetenz  vor. Auch hier können Sie sich bei Ihrem örtlichen Pflegestützpunkt beraten lassen.

 

 

 

 

 

 

 

Aktualisiert am 08.01.2015 um  9:16 Uhr